
Afghanischer Junge Aditullah kann nach komplizierter Operation wieder laufen.
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Aditullah ist bei einem Bombenangriff in Afghanistan am Unterschenkel so schwer verletzt worden, dass ein Teil des Knochens abgestorben ist. Trotz mehrerer Operationen in Afghanistan konnte ihm dort nicht geholfen werden. Da seine Eltern verstorben sind, brachte ihn sein Onkel zum Friedensdorf International. Dieses entschied, dass PD Dr. Bernd Maier und sein Team Aditullah helfen können. In zwei mehrstündigen Operationen gelang es, den abgestorbenen Teil des Knochens durch eine Transplantation eines großen Knochensegmentes zu ersetzen.
Aditullah lebt seit gut vier Monaten im Klinikum. Betreut wurde er in dieser Zeit von der Erzieherin der Kinderstation. Die größte Schwierigkeit war, dass er nur den afghanischen Dialekt Paschtu spricht. Dank der Unterstützung von Frauke Janssen und Ihrer gemeinnützigen Organisation Golden Hearts, konnte eine Flüchtlingsfamilie gefunden werden, die diesen Dialekt spricht und Aditullah in den vergangenen Wochen besucht hat. Hierbei war nicht nur das Unterhalten und Spielen mit Gleichaltrigen in seiner Muttersprache wichtig, sondern auch, dass die Flüchtlingsfamilie Aditullah ab und zu seine afghanischen Lieblingsgerichte gekocht hat.
„Das war eine schwierige Operation, mein Team und ich sind sehr glücklich, dass wir Aditullahs Bein retten konnten. Er kann bald wieder ganz normal laufen,“ freut sich PD Dr. Bernd Maier. „Aditullah ist ein toller Junge, der alles tapfer mitgemacht hat und sich nun sehr darauf freut, wieder zu seinen Geschwistern und Verwandten nach Afghanistan zurück zu dürfen.“
Das Helios Klinikum Pforzheim finanziert sowohl den Aufenthalt als auch die Operation der Kinder vom Friedensdorf International vollständig. Diese Woche wird Aditullah wieder in das Friedensdorf in Dinslaken gebracht, von wo er nach weiteren Rehabilitationsmaßnahmen im August seine Rückreise nach Afghanistan antritt.
Quelle(n): pm