
Schule wurde nach Hinweisen auf eine Bedrohungslage am Morgen geschlossen und durchsucht. Kriminalpolizei hat einen 12-jährigen Schüler ermittelt.
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Am Mittwochmorgen blieb die Grund- und Realschule der Osterfeldschule aufgrund einer Bedrohungslage geschlossen. In der Nacht zum Mittwoch erhielt die Polizei Kenntnis über einen Chatverlauf, in dem ein 12-jähriger Schüler der Schule beleidigt und bedroht wurde. Der Urheber der Nachrichten drohte damit, den Jungen und dessen Freunde zu töten. Am Morgen wurde mit der Schulleitung abgestimmt, dass die Schule geschlossen bleibt. Dies wurde kurzfristig unter anderem auch über regionale Radiosender mitgeteilt.
Die Polizei sperrte den Bereich um die Schule ab. Den eintreffenden Schülern der Realschule wurde von ihren Lehrern mitgeteilt, dass der Unterricht heute ausfällt und sie nach Hause gehen können. Die Grundschüler wurden in der Turnhalle untergebracht und ihre Eltern verständigt. Bis zur Abholung durch Erziehungsberechtigte wurden die Schüler von Lehrern und der Polizei betreut. Gegen 9:00 Uhr begann die Durchsuchung der Schule, die bis kurz vor 11.00 Uhr andauerte und ergebnislos verlief. Der polizeiliche Einsatz war gegen 11.00 Uhr beendet.
„Alle Einsatzkräfte, insbesondere die Polizei, haben heute extrem schnell reagiert. Für diesen präventiven und sehr besonnenen Einsatz zum Wohle von Schülern, Lehrkräften und Eltern möchte ich ihnen daher meinen herzlichen Dank aussprechen. Gleiches gilt für die Schulleitung, Schülerinnen und Schüler sowie ihre Eltern, die ebenfalls ruhig geblieben sind und besonnen reagiert haben. Das ist in einer solchen Situation, in der die Betroffenen auch Ängste ausstehen müssen, alles andere als selbstverständlich“, so Erster Bürgermeister Dirk Büscher.
Urheber konnte ermittelt werden
Nach intensiven Ermittlungen der Kriminalpolizei konnte zwischenzeitlich ein minderjähriger Mitschüler als Urheber der Bedrohung ermittelt werden. Dieser räumte die Tat vollumfänglich ein. Motiv war nach den bisherigen Ermittlungen ein übler Scherz, wobei sich das Kind den weitreichenden Folgen seines Handelns nicht bewusst war. Im Einsatz waren 90 Polizistinnen und Polizisten.
Personen wurden nicht verletzt. Vom DRK und ASB waren vorsorglich insgesamt vier Rettungswagen, zwei Notärzte, eine Organisationseinheit und vier ehrenamtliche Kräfte der psychosozialen Notfallversorgung vor Ort, wie das DRK mitteilt.
Quelle(n): pm