
Gesundheitsamt erhhält immer wieder Beschwerden über Teststellen. Gesundheitsamt rät, "selbst darauf zu achten, wie die Teststation arbeitet".
(Lesezeit: 3 Minuten)Hinweis: Dies ist ein Archivbeitrag.
Dieser Beitrag ist im Archiv von PF-BITS. Hier eventuell angegebene Telefon- und Kontaktmöglichkeiten sowie Terminangaben sind möglicherweise nicht mehr aktuell.
„Die Teststrategie ist eine Säule der Pandemie-Bekämpfung“, so Dr. Brigitte Joggerst, Leiterin des Gesundheitsamts Enzkreis, das auch für das Gebiet der Stadt Pforzheim zuständig ist. Mit den Tests könne man das „Dunkelfeld ausleuchten“ und Corona-Infektionen erkennen, die sonst womöglich unbemerkt bleiben würden. Aktuell sind entsprechende Corona-Schnelltests obligatorisch für Restaurantgänger sowie bei vielen Freizeitstätten und Veranstaltungen.
Inzwischen haben in Pforzheim und in den Enzkreis-Gemeinden weit mehr als 100 Teststationen geöffnet. „Leider stimmt nicht immer die Qualität“, sagt jedoch Liyin Cai, die beim Gesundheitsamt für den Bereich Bürgertestungen zuständig ist. Immer wieder erhalte sie Beschwerden von Bürgerinnen und Bürgern, dass Hygienevorgaben nicht eingehalten oder die Tests nicht ordnungsgemäß durchgeführt würden. In einem Fall habe man eine Teststation deshalb sogar schließen müssen. „Das ist aber das letzte Mittel“, betont Joggerst. Zunächst berate man die Betreiber und deren Mitarbeiterschaft, worauf sie achten müssen.
Vor diesem Hintergrund raten die beiden Expertinnen, selbst darauf zu achten, wie die Teststation arbeitet: Ist der Wartebereich groß genug? Trägt das Testpersonal Schutzausrüstung, wechselt regelmäßig die Handschuhe und desinfiziert die Hände? Wird der Test richtig durchgeführt, um das Ergebnis nicht zu verfälschen? Werden die persönlichen Daten überprüft, um Missbrauch vorzubeugen? „Wer den Eindruck hat, dass nicht gut gearbeitet wird, darf sich gerne bei uns melden“, sagt Cai – am besten per E-Mail an corona-schnellteststellen@enzkreis.de. Allerdings: „Nicht zuständig sind wir für alle Fragen rund um die Abrechnung der Tests“, so Joggerst; dazu hatte es in der Vergangenheit zahlreiche Medienberichte gegeben.
Baden-Württemberg ohne Prüfung von Testpersonal
„Im Gegensatz zu anderen Bundesländern gibt es in Baden-Württemberg nur eine Anzeigepflicht“, berichtet Brigitte Joggerst: „Wer eine Teststation eröffnet, muss das lediglich bei uns anzeigen.“ Eine Prüfung, ob das Personal entsprechend ausgebildet und die Räumlichkeiten geeignet sind, sei nicht vorgesehen. Auch deshalb sei man auf Rückmeldungen angewiesen. „Zumindest verlangen wir, dass uns die Betreiber Schulungsunterlagen und ein Hygienekonzept vorlegen, wenn sie an den Start gehen“, so Liyin Cai. Die Fachfrau hat sich aktuell nochmals mit einem Erinnerungs- und Informations-Schreiben an die Teststellen gewandt, um dort für das Thema zu sensibilisieren.
Eine Liste mit Teststellen in der Region findet sich auf der Homepage des Enzkreises unter www.enzkreis.de/corona. Auf der Homepage der Stadt Pforzheim gibt es eine interaktive Karte: https://www.pforzheim.de/stadt/aktuelles/corona-virus/corona-teststellen.html. Für weitere Informationen rund um das Thema Testungen steht Liyin Cai unter der E-Mail-Adresse corona-schnellteststellen@enzkreis.de oder telefonisch unter 07231 308-9076 zur Verfügung.